Monat: November 2013

Bauhaus 5 Albums Box Set [Box-Set]

 

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Bauhaus ist eine der bekanntesten Goth-Rock-Bands der frühen 80er und stilprägend für viele andere Bands, die teilweise aus ganz anderen musikalischen Spektren stammen. Die Bauhaus waren bekannt für ihren exzentrischen Sänger, Peter Murphy, der dieses Jahr wieder einmal Schlagzeilen gemacht, unter Drogen beeinflusst einen Autounfall verursacht hat.

Das ist natürlich bedauerlich, sollte aber nicht das große musikalische Schaffen infrage stellen, das Bauhaus als Band geleistet hat.

In diesen Tagen kommt ein 5-Disc-Boxset heraus, das die klassischen Alben „In The Flatfield“, „Mask“, „Burning From The Inside“, „The Sky’s Gone Out“ und eine CD voller Singles inklusive des David Bowie-Covers „Ziggy Stardust“ enthält.

Die Aufmachung ist durchaus Bauhaus-Stil. Die Silberlinge stecken jeweils in dünnen Papphüllen, während ein beiliegendes Leporello-Booklet Platz für Informationen zu den Alben bietet. Weniger ist mehr, denn hier kommt es auf die Musik an, diese jetzt zu beschreiben, wäre sinnlos, gibt es im Netz und einschlägigen Printmedien unzählige gute Rezensionen. Für mich ist diese Box absolute Pflicht, denn die enthaltenen Alben haben „schwarze“ Musikgeschichte geschrieben. Ich wünschte mir sehr, viele jüngere Grufties würden Bauhaus zumindest kennen, und damit meine ich natürlich weder den Baumarkt noch die Universität, sondern diese auf den ersten Blick unscheinbare, aber dennoch tiefdüstere Band der 80er Jahre.

Goth Challenge – Album Top2 der Woche

challenge-iconHeute stelle ich kurz eine Band vor, die ich in den letzten Tagen sehr oft höre: „All Gone Dead“ vorstellen, das leider nur kurz währende Deathrock-Projekt von Stich, ehemals „Tragic Black“, Barb, auch bekannt als Djane Darlin‘ Grave and Steve Pollytrama.

All Gone Dead wurde Anfang 2004 in London gegründet und nach einigem Hin und her zu einem „Quartett“ aufgebaut. Die Band erlangte schon recht bald auch außerhalb Großbritanniens, Europas und der USA vor allem in Deathrock- und Goth-Kreisen Bekanntheit.

Dank ihrer Demo  Conceiving The Subversion, die komplett in Heimarbeit entstand, wurden „All Gone Dead“ vom „Gothic Magazine“ als beste Goth-Band ohne Labelvertrag ausgezeichnet.

Im Januar 2006 veröffentlichten sie ihr erstes und einziges Album „Fallen & Forgotten“. Daraufhin folgte eine große Europa-Tour, während dieser sie auch auf dem Wave-Gotik-Treffen spielten. Irgendwann 2008 gaben sie dann allerdings ihre Trennung bekannt.

Zum Abschluss noch ein kleiner Song einer Band, die ich ebenfalls sehr schätze und die gewöhnlicherweise etwas punkiger klingt, aber zu diesem äußerst gemütlichen Herbstwetter passt dieses noch viel gemütlichere Lied.
„Fallen“ heißt es und stammt von Zadera.

Goth Challenge – Top2 der Woche

challenge-iconDas Jahr 1982 – in diesem Jahr kamen gleich zwei Alben heraus, die die Musik der noch jungen schwarzen Szene entschieden prägten: „Pornography“ von The Cure und „A Kiss In The Dreamhouse“ von Siouxsie & The Banshees, meinen beiden Proto-Goth-Veteranen.
„Pornography“ überzeugte mich besonders wegen den schweren und hoffnungslosen (Contra)Bässen, die dem ganzen eine sehr finstere Note geben und den Hörer in eine Teufelsspirale hineinziehen, aus der man schwer wieder herauskommt. Besondere Anspieltips sind „Cold“, welches gerne oft von anderen Bands und Künstlern gecovert wird, und „The Hanging Garden“.

Siouxsie_&_the_Banshees-A_Kiss_in_the_DreamhouseThe Cure - Pornography

„A Kiss In The Dreamhouse“ überzeugt nicht nur musikalisch sondern auch optisch. Beim Artwork orientierte man sich offensichtlich an Malereien von Gustav Klimt, einem bedeutenden Vertreter des österreichischen Jugendstils. Musikalisch geht es durchaus „golden“ zu, wie es auch das Artwork schon verrät. Siouxsie & The Banshees nutzen viele orientalische Elemente, die man bereits im Eröffnungssong „Cascade“ heraushören kann.

Eine Gemeinsamkeit haben beide Alben noch: Sie haben beide jeweils weniger als zehn Titel und sind somit eher „Mini-Alben“, was sie jedoch in meinen Augen zu etwas ganz besonderem macht, kurz, aber oho. Speziell „Pornography“ ist für mich DAS „Gothic“-Album schlechthin. Kennen viele The Cure oft nur als die beschwingt-melancholische Kinderzimmer-Psycho Band mit „Friday I’m In Love“, zeigen sie hier ihre dunkle Seite einer Zeit, in denen Gothic noch neu war und erst noch erfunden werden musste, was heutzutage ja leider oft ausgeschöpft ist. Für viele ist „Disintegration“ DAS The Cure – Album, ich bevorzuge allerdings „Pornography“. Neben „Hyaena“ gefällt mir „A Kiss In The Dreamhouse“ von Siouxsie & The Banshees am Besten vor allem durch die hypnotische Atmosphäre, die diese Alben erzeugen.

Meine beiden Top2-Alben der Woche 🙂